ULAP-Quartier Berlin-Mitte

Auswahl für die 3. Runde im städtebaulichen Dialogverfahren ‚ULAP-Quartier‘ in Berlin-Mitte mit Kepler 32 und gruppe F – Freiraum für alle

Auftraggeber: Land Berlin – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Bearbeitungszeitraum: 06/2021 – 03/2022

Die erste Phase wurde für die fünf teilnehmenden Teams Ende Juni 2021 durch eine interaktive Planungswerkstatt mit Bürger*innen sowie einen Akteursworkshop eingeleitet. Im anschließenden Bearbeitungszeitraum entwickelten wir unser städtebauliches Konzept weiter, welches wir Ende August in Berlin präsentierten. In der anschließenden Jurysitzung wurden wir als eines von drei Teams für die 2. Phase ausgewählt. Nach der erneuten Präsentation im Dezember 2021 wurden wir als eins von nur zwei Teams für die – ursprünglich nicht vorgesehene – 3. Bearbeitungsphase ausgewählt.

Erläuterung

Mit dem ULAP-Quartier entsteht ein nachhaltiges und lebenswertes Quartier im Herzen der Hauptstadt, das die Berliner Mischung neu definiert und mit seinen vier Hochpunkten selbstbewusste Adressen schafft.

Berliner Mischung 4.0

Unter dem Begriff der Berliner Mischung 4.0 entsteht ein städtebauliches Konzept, das die typische funktionsgemischte Blockrand- und Hinterhofbebauung Berlins in die Neuzeit übersetzt. So entstehen vier Blöcke (in Variante A: Drei Blöcke und ein Solitär) mit vier Türmen, in denen sich die vier Nutzungsbausteine des Quartiers abbilden:

Die Verwaltung an der Spitze zum Hauptbahnhof besteht aus einem kleineren Verwaltungskomplex (wahlweise mit und ohne Bebauung der Busschleife) und einem größeren Baukörper für Polizei und Senats-Justizverwaltung (SenJust). In der Erdgeschosszone sowie in den obersten Geschossen der Türme schaffen repräsentative Gewerbe- bzw. Gastronomienutzungen Anziehungspunkte.

Unmittelbar anschließend an den Bau von Polizei und SenJust und somit den Block vollendend, entsteht als Nahversorgung des Kiezes ein neuer ALDI mit Parken und externen Läden im Erdgeschoss. Über dem Markt im 1. Obergeschoss befinden sich Wohnungen (u.a. Studentenwohnen) um einen gemeinschaftlichen Wohnhof.

Das soziale Herz des neuen Quartiers bildet die Stadtteilschule mit Nachbarschaftszentrum als eigenständiger Block. Die Schulhofflächen verteilen sich auf den Innenhof, das 1. OG und das Dachgeschoss. Der Urania-Saal als identitätsstiftendes Bauwerk wird unmittelbar an das Nachbarschaftszentrum angeschlossen und kann sowohl durch schulische, als auch durch soziokulturelle Nutzungen bespielt werden. Oberhalb des Nachbarschaftszentrums entsteht ein Hochpunkt, in dem das gemeinsame Konferenzzentrum der Senatsverwaltung (Variante A) oder zusätzlicher Wohnraum (Variante B) untergebracht werden kann.

Im Westen entsteht der vielleicht typischste Berliner Block, mit einer lebendigen Erdgeschosszone aus Kita, Läden und Gastronomie sowie darüber liegenden Wohnungen. An der Westspitze bildet ein Wohnturm mit großartigen Ausblicken den Auftakt des neuen Viertels.

Quartiersbänder

Das neue Quartier ist geprägt von einer starken Durchlässigkeit. Drei sich zu den Straßenräumen hin aufweitende Quartiersbänder vernetzen das neue Stadtviertel mit seiner Umgebung. Die beiden östlichen Durchwegungen setzen sich unter dem, bisher geschlossenen, Bahnviadukt fort und dienen als Durchgang zum ULAP-Park. Es entstehen qualitätvolle Aufenthaltsräume und autofreie Wegeverbindungen von der Zille Siedlung und dem nördlich gelegenen Fritz-Schloß-Park bis zum Hauptbahnhof, an die Spree oder ins Regierungsviertel.

Stadtteilschule mit Nachbarschaftszentrum

Die neue Stadtteilschule ist durch ihre innovative Kombination aus Schule, sozialen Einrichtungen und städtischer Verwaltung (Variante A) bzw. Wohnen (Variante B) wegweisend. Dazu ist ein nachhaltiges Materialkonzept beabsichtigt, das die Schule auch aus ökologischen Gesichtspunkten zu einem Vorzeigeprojekt macht. Das Nachbarschaftszentrum im nördlichen Teil der Schule dient als neuer Treffpunkt und Mitte des Stadtteils und bezieht die benachbarten Bewohner:innen der Zille-Siedlung mit ein. Angeschlossen an das Nachbarschaftszentrum wird der denkmalgeschützte Urania-Saal einer neuen Nutzung zugeführt und damit wieder in Szene setzt. Hier können Theater-Aufführungen der Schule oder Nachbarschaftsversammlungen stattfinden. Weitere öffentlichkeitswirksame Einrichtungen im Erdgeschoss vernetzen Schule und Nachbarschaft. Auch die Sporthalle steht in den Nachmittags- und Abendstunden für Vereinsnutzungen zur Verfügung.

Lebendige Kiez-Allee

Der Straßenraum Alt-Moabit wird städtebaulich neu interpretiert. Die vorhandene Blockrandbebauung auf der Südseite erhält ein urbanes und belebtes Gegenüber. Durch den Erhalt des attraktiven Baumbestands sowie durch die Schaffung von mehr Raum für Fußgänger und Außengastronomie entsteht eine lebendige Kiez-Allee mit eigener Identität.

Bespielung des Bahnviadukts

Weitere Kernidee des Konzeptes ist die Bespielung des Bahnviaduktes. In direkter Nähe zur Schule können Sportnutzungen, wie Skaten und Basketball, ein Freizeitangebot für Jugendliche bieten. Dieses wird ergänzt durch eine Kletterhalle im zentralen Bereich. Daran angeschlossen bietet eine Einrichtung zur Straßensozialarbeit Aufenthaltsräume und sanitäre Einrichtungen für Obdachlose. Im östlichem Bereich verbessert eine Fahrradgarage mit Werkstatt und Verleih das Mobilitätsangebot des Hauptbahnhofs. Sowohl die Kletterhalle als auch die Fahrradgarage bieten darüber hinaus niederschwellige Jobangebote, z. B. für Langzeitarbeitslose.

ULAP-Park und ULAP-Café

Zur Belebung des ULAP-Parks trägt das neue ULAP-Café bei, welches hier einen Attraktionspunkt und Aufenthaltsort schafft. Gleichzeitig dient der Pavillon als begehbare Skulptur und ermöglicht so eine Verbindung bis hoch zur Straße Alt-Moabit und damit zur angrenzenden Spree bzw. Moltkebrücke. Ein Gedenkort erinnert an die bewegte Geschichte des ULAP-Geländes.

Berlin Alt-Friedrichsfelde 60

Teilnahme am städtebaulichen Werkstattverfahren ‚Alt-Friedrichsfelde 60‘ in Berlin-Lichtenberg mit Kepler 32 und SOWATORINI Landschaft

Auftraggeber: Land Berlin – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Bearbeitungszeitraum: 11/2020 – 02/2021

Erläuterung

Der neue CAMPUS FRIEDRICHSFELDE zeichnet sich durch folgende Leitideen aus:

Es entsteht ein zusammenhängender Hochschul- und Verwaltungscampus, der durch die Ergänzung zentraler Funktionen und die Fortführung der ‚Campus-Achse‘ komplettiert wird.

Ein modulares Baukastensystem mit variablen Nutzungsbausteinen sorgt für ein Höchstmaß an Flexibilität.

Ein Gerüst aus einer einheitlichen Freiraumgestaltung schafft den Zusammenhalt der vielfältigen Baukörper und Nutzungen.

Die Überwindung der umgebenden Barrieren erreicht eine Vernetzung des Campus mit seiner Nachbarschaft und somit eine Einbindung ins Stadtgefüge.

Campusachse

Beginnend an der Hauptadresse für Fußgänger im Westen wurde mit der Bestandsbebauung der HWR eine Fußwegeachse begonnen. An dieser sollten sich weitere Baukörper ausrichten. Sie wurde jedoch nie vollendet. Diese begonnene Wegeverbindung wird zur Campus-Achse fortentwickelt, die das zentrale Erschließungselement des neuen Campus darstellt. An dieser Achse spannen sich auf der Nordseite Blöcke in unterschiedlichen Formaten auf. Hier könnten Verwaltung, Institute und Seminarräume der Hochschule sowie ein Gründerzentrum untergebracht werden. Auf der Südseite bilden einzelne Solitäre mit vielfältigen Architekturen einen Übergang zum Grünraum des Tierparks. Hier sind Nutzungen, wie studentisches Wohnen, eine Mensa mit Außenbereich zum Tierpark sowie eine Kindertagesstätte, denkbar. Wechselseitig entstehen verschiedene Plätze, die durch die angrenzenden Nutzungen jeweils unterschiedliche Charaktere ausbilden.

Bürodienstgebäude und Feuerwache

Kopf und östlichen Abschluss der Achse bildet das neue Bürodienstgebäude für die Bezirksverwaltung Lichtenberg. Dieses wird, wie das nördlich gelegene Gebäude der Feuerwehr, als linearer Baukörper ausgebildet. Auf der Südseite kragt ein eingeschossiger Sockel aus, der die gemeinschaftlichen Funktionen beinhaltet und den Bezug zum südlichen Außenraum herstellt.

Das flachere Gebäude der Feuerwehr sitzt auf einem 1,50 m hohen Sockel. Dieser gewährleistet eine angemessene Rampensteigung der Feuerwehrausfahrt zur höhergelegenen Gensinger Straße.

Zugang von der Straße Alt-Friedrichsfelde

Eingebettet in den nördlichen Grünsaum an der Straße Alt-Friedrichsfelde entstehen drei ein- bis dreigeschossige Baukörper mit sport- und mobilitätsorientierte Nutzungen. Vorstellbar sind hierbei: Eine eingegrabene und durch eine Glasfassade vom Außenraum einsehbare Sporthalle mit weiteren Sportnutzungen auf der Dachfläche im westlichen Baukörper, eine Skate- und/oder Kletterhalle mit Fitnesscenter im mittleren Baukörper sowie ein Mobilitäts-Hub mit Bäcker/Gastro, Car-/Bike-Sharing im Erdgeschoss und Parken in den Obergeschossen.   

Ein neuer Pavillon an Stelle der ehemaligen Tankstelle, sorgt für einen städtebaulichen Akzent an der östlichen Eingangssituation des Campus. Er vermittelt zum dahinterliegenden Platz – dem Campus-Entrée. Dieser dient als Schaufenster für Hochschule und Verwaltung, in dem Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden können. Im Sommer können diese auch den angrenzenden Platz einbeziehen und bespielen. Ebenfalls soll hier, z.B. in Form von festen Infotafeln oder Kunstprojekten, die Erinnerung an die Geschichte des Ortes wachgehalten werden.

Ein 16-geschossiger Hochpunkt an der Auffahrt zur Gensinger Straße schafft eine neue Landmarke, die den Campus auch nach außen repräsentiert. Er korrespondiert in seiner Höhe mit dem Hochhaus im Westen des Plangebietes. Hier kann ein Hotel mit Boardinghouse und angeschlossenem Wellness- und Konferenzbereich sowohl Berlin-Touristen als auch Gäste der Hochschule beherbergen.

Derendinger Höfe Tübingen

Teilnahme am städtebaulichen Wettbewerb ‚Sieben-Höfe-Straße‘ in Tübingen

Kooperation mit Kepler 32 – Atelier für Architektur und club L94 Landschaftsarchitekten

Mitarbeit: Lennart Faltin

Auslober: GWG Tübingen mbH

Bearbeitungszeitraum: 11/2020 – 02/2021

Größe Plangebiet: ca. 11.500 m²

Erläuterung

Städtebauliches Konzept

Mit den Derendinger Höfen wird die historisch gewachsene Hofstruktur der Sieben-Höfe-Straße aufgegriffen. Es entstehen zwei Wohnhöfe: der „Weinberghof“ als zentrale Freifläche für die Nachbarschaft sowie der kleinere „Gallushof“ für das Robuste Wohnen. Zusammen mit dem westlich angrenzenden, früher landwirtschaftlich genutzten Höfen sowie dem nördlich angrenzenden Pfarrhof entsteht eine spannungsvolle Raumabfolge. Die Höfe werden durch eine dörflich proportionierte Bebauung gerahmt, die ortstypisch strenge Fluchten auskommt. 

Die neuen Wohngebäude gehen auf die gewachsene Umgebung Derendingens ein. Durch die Dachlandschaft und die zweigeschossige Bauweise im Anschluss an den Bestand fügt sich das neue Quartier selbstverständlich ein. Zur höhergelegenen Weinbergstraße schaffen dreigeschossige Gebäude eine Sichtbarkeit und sorgen zugleich für Schallschutz in den nördlich angrenzenden Bereichen.

Nutzungs- und Wohnungsverteilung

Es entsteht ein Wohnquartier mit überwiegend preisgünstigem Wohnraum und vielfältigen Wohntypologien für verschiedene Haushaltsgrößen und Zielgruppen. Hierbei sind etwas mehr als 50 % der BGF für gefördertes Wohnen vorgesehen. Es befindet sich in den drei südlichen Zeilenbauten entlang der Weinbergstraße sowie im kleinen L-förmigen Baukörper am nördlichen Quartierseingang. Im Zeilenbau am Gallushof wird das „Robuste Wohnen“ in 1-Zimmer-Wohnungen untergebracht. Die frei finanzierten Wohnungen teilen sich auf in Eigentumswohnungen im großen L-förmigen Gebäude und im zentralen Gebäude am Weinberghof sowie Mietwohnungen im östlichen Gebäude an der Weinbergstraße.

Der Gemeinschaftsraum mit Außenfläche am Weinberghof dient als sozialer Treff für die Bewohner, der bei Nachbarschaftsfesten o .ä. auch die Platzfläche einbeziehen kann. Auch übergreifende Veranstaltungen mit dem angrenzenden Pfarrhaus sind hier vorstellbar.

Freiraumkonzept

Die beiden Wohnhöfe stellen die zentralen Freiräume des neuen Quartiers dar. Der Weinberghof dient dabei als vielfältig bespielbare Freifläche für die Nachbarschaft. Durch eine Bepflanzung mit Blütenbäumen sowie einem Brunnen wird ein attraktiver Aufenthaltsraum und eine zentrale Adresse des neuen Wohngebiets geschaffen.

Der Gallushof stellt ebenfalls einen gemeinschaftlich nutzbaren, jedoch privateren Freiraum dar. Dieser soll vorwiegend den Bewohnern des „Robusten Wohnens“ als Aufenthaltsfläche und Rückzugsraum dienen. Neue Wegeverbindungen binden das Quartier und die Wohnhöfe an die Sieben-Höfe-Straße, den Pfarrgarten, die Kappelstraße und über großzügige Treppenanlagen an die Weinbergstraße an.

Die Wohnhäuser erhalten überwiegend 2 bis 3 m tiefe Vorgärten, die Abstand zu den gemeinschaftlichen Freiflächen schaffen. In den rückwärtigen Gemeinschaftsgärten entstehen Kleinkindspielflächen sowie vielfältig nutzbare Freiflächen mit Terrassen, Pflanzgärten und Rasenflächen.

Modellfoto

Mannheim Sullivan Süd

Teilnahme am städtebaulichen Wettbewerb ‚Sullivan Süd‘ in Mannheim in Arbeitsgemeinschaft mit Dr. Patricia Merkel (Architektin BDA), Jan-Philipp Neuer und Doron Stern (Landschaftsarchitekt)

Auslober: MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH

Bearbeitungszeitraum: 06/2020 – 09/2020

Erläuterung

Städtebauliche Leitidee

Das neue Quartier Sullivan Süd bildet den Auftakt ins Benjamin-Franklin-Village. Es versteht sich als Vermittler zwischen den bereits nördlich geplanten Schollen und den südlich angrenzenden Verkehrsverbindungen nach Mannheim. Geplant ist ein nachhaltiges urban gemischtes Quartier mit einem Zentrum um einen multifunktionalen Quartiersplatz (Sullivanplatz) im südlichen Bereich. Durchzogen wird das Quartier mit seinen gemischten Nutzungen durch eine Wegeverbindung (der Quartiersader) die an den nördlichen Georg-Sullivan-Ring anschließt.

Städtebau/Nutzungen

Quartiersplatz (Sullivanplatz)

Der Quartiersplatz im südlichen Bereich erhält u.a. durch die eingebetteten Bestandsgebäude (KreativBaracke, Mobilitätsstation) seinen einzigartigen Charakter. Er schafft Gemeinsinn auch für die angrenzenden nördlichen Schollen. Der Platz wird von besonderen Baukörpern und einer Vielfalt an Gebäudetypologien räumlich gefasst. Diese weisen entsprechende zentrale und unterschiedliche Nutzungen (Atriumhaus (SullivanHouse) Mobilitätsstation, Läden, Büros, KreativBaracke, Markthalle, Nachbarschaftslabor, Gastronomie, Café, Gemeinschaftsgärten) auf. Dabei
haben die Gebäude eines gemeinsam: Die produktive Erdgeschosszone, die den öffentlichen Raum belebt und aktiviert.

Quartiersader und Mobilitätsstation

Die Südostecke bildet die Mobilitätsstation im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kaserne. Hier gibt es einen Verleih für Lastenräder und E-Bikes, eine Paketstation sowie eine Fahrradwerkstatt. Der Baukörper dient zudem als Verknüpfung zur vorhandenen Straßenbahnhaltestelle und zeigt sich als Eingangsgebäude zur Quartiersader.

SullivanHouse

Ein 7-geschossiger Hochpunkt bildet im Südwesten den Quartiersauftakt und markiert darüber hinaus die Haupterschließung ins Benjamin-Franklin-Village. Er verfügt über Läden (Drogerie/weitere Nahversorgung) im Erdgeschoss, Büros in den Obergeschossen und einer NachbarschaftsBar im Dachgeschoss. Damit repräsentiert er das Konversionsareal selbstbewusst nach außen.

Markthalle / Nachbarschaftslabor / Gewächshaus

Die prägende östliche Platzkante bildet die neue Markthalle. Sie wird im weiteren Verlauf Richtung Osten zu einem Nachbarschaftslabor mit verschiedenen Angeboten für die Bewohner Sullivans (z.B. Nähkurse, Yogastunden, Bastelwerkstatt, Veranstaltungsraum). Das Satteldach des langen Riegels, das eine Reminiszenz an die kasernentypische Zeilenbebauung darstellt, wird als Glasdach ausgebildet. Dieses versorgt die Markthalle und den angrenzenden Durchgang mit natürlicher Belichtung. Im östlichen Bereich ermöglicht es eine Nutzung als Gewächshaus im Obergeschoss. Zusammen mit den südlich gelegenen Experimentiergärten im Außenbereich entstehen so Gemeinschaftsgärten für die Bewohner. Diese dienen zum Anbau von Gemüse, Obst oder Wein.

KreativBaracke

Die KreativBaracke im modernisierten und erweiterten Bestandsgebäude bietet Platz für junge, kreative Unternehmen und Künstler. Sie bildet so eine attraktive Adresse in verkehrsgünstiger Lage.

Wohnen am Sullivan-Platz

Die nördliche Platzbegrenzung bildet eine 4-geschossiges Wohnzeile mit Ladennutzungen in der Erdgeschosszone, die wiederum den Platz belebt. Diese Wohnzeile bildet gleichzeitig den Auftakt zum Wohnbereich im nördlichen Bereich des Quartiers. Dieser ist im Erdgeschoss über einen Durchgang vom Platz aus fußläufig angebunden.

Arbeiten am Sullivan-Platz

Einen weiteren Hochpunkt am Sullivan-Platz bildet ein 6-geschossiges Bürogebäude. Dieses verfügt über Gastronomie im Erdgeschoss, die den Platz in diesem Bereich bespielt.

Wohnen im Sullivan-Süd Quartier

Im Nordwesten schirmen 4-geschossige Wohngebäude den geschützten Innenhof mit Gemeinschaftsfläche vom stärker frequentierten George-Sullivan-Ring ab. Der nordöstliche Block bildet zum Joy-Fleming-Ring, in Fortführung des Sullivan-Rings als prägender „Quartiersader“, eine Kante aus ebenfalls 4-geschossigen Geschosswohnungsbauten. Diese geht im östlichen Bereich in eine Bebauung aus Reihenhauszeilen mit attraktiven Südgärten über. Diese lösen sich zum angrenzenden Landschaftsraum langsam auf. Der eingeschossige Bestandsbau der ehemaligen Bibliothek wird erhalten und bietet nun Platz für eine KiTa.

Freiraum

Die Eigenschaften der geplanten Freiflächen definieren sich über ihre vielfältigen Nutzungen und den Grad ihrer Öffentlichkeit. Hieraus folgt eine große Diversität, die sich aus der städtebaulichen Idee eines gemischten Quartiers ableitet und im Freiraum weitergeführt wird.

Sullivanplatz

Die rechteckige wassergebundene Fläche inszeniert die kasernentypische Hofform. Sie schafft eine attraktive und multi-funktionale Aktivitätsfläche und vermindert gleichzeitig eine sommerliche Überhitzung im Quartier. Zudem bietet sie die Möglichkeit zur Rückhaltung und Versickerung von Niederschlagswasser, insbesondere bei Starkregenereignissen. Prägend für den Platz sind auch die teilweise zu erhaltenden Bestandsbäume.

Experimentiergärten an der Markthalle / Nachbarschaftslabor / Gewächshaus

Die Experimentiergärten sind für alle Bewohner zugänglich. Sie bieten die Möglichkeit sich im gemeinschaftlichen Gärtnern auszuprobieren. Zusammen mit dem angrenzenden Basketballplatz bietet sich hier die Gelegenheit für Nachbarschaftsfeste, zu denen alle Quartiersbewohner zusammenkommen.

Wohnhöfe

Die beiden Wohnhöfe beinhalten sowohl private Gärten der Mehr- und Einfamilienhäuser, als auch halböffentliche Gemeinschaftsflächen mit Kinderspielflächen.

Verkehr

Das Quartier erhält über die bereits geplante Erschließung hinaus keine zusätzliche Pkw-Erschließung. Stattdessen soll ein nachhaltiges und multi-modales Quartier mit alternativen Verkehrsangeboten entstehen, das mit seiner Mobilitätsstation
auch zur Erschließung der nördlich angrenzenden Quartiere beiträgt. So bündeln sich hier in unmittelbarer Nähe zur neu gestalteten Straßenbahnhaltestelle und der dortigen Taxi-Vorfahrt verschiedene Verkehrs- und Serviceangebote:

– Quartiers-Bike-Sharing mit Fahrrädern, E-Bikes, Lastenrädern und E-Scootern,

– ein Fahrradladen mit Reparaturservice, Routen-Info und längerfristigem Verleih,

– eine Packstation, bei der die Anwohner auf dem von der Straßenbahn ihr Paket abholen können,

– ein Biergarten, der das Warten auf die Straßenbahn überbrückt.

Darüber hinaus entsteht entlang der in Richtung Norden verlaufenden Wegeverbindung parallel zum Joy-Fleming-Ring ein grünes Mobilitätsband. Dieses nimmt neben öffentlichen Besucherstellplätzen und privaten Stellplätzen der Reihenhäuser auch Car-Sharing-Plätze auf, die wiederum weitere Stellplätze kompensieren können. Ein Großteil sowohl der öffentlichen als auch der privaten Stellplätze erhält zudem E-Ladesäulen. Die privaten Stellplätze der Geschosswohnungsbauten werden in Tiefgaragen untergebracht, deren Zufahrten sich am George-Sullivan- bzw. am Joy-Fleming-Ring befinden. Die privaten Stellplätze der Reihen- und Doppelhäuser befinden sich teilweise direkt am Haus, teilweise gebündelt entlang der öffentlichen Erschließung. Dadurch entstehen Wohnwege mit attraktiven Aufenthalts- und Spielflächen.

Geländeschnitt West-Ost

Regnitzstadt Erlangen

Anerkennung beim offenen städtebaulichen Wettbewerb ‚Regnitzstadt‘ in Erlangen in Arbeitsgemeinschaft mit Kepler 32 und [f] landschaftsarchitektur

Auslober: Stadt Erlangen

Bearbeitungszeitraum: 03/2020 – 06/2020

Erläuterung

Leitidee

Westlich des Erlanger Hauptbahnhofs entsteht mit der Regnitzstadt ein neues Stück Innenstadt – ein lebenswertes urbanes Stadtquartier mit optimaler Verkehrsanbindung. Folgende Leitideen verfolgt das städtebauliche Konzept:

Schaffung einer urbanen Stadterweiterung …

… auf der bisher lediglich zum Parken dienenden Fläche mit ihrer attraktiven Lage zwischen der Innenstadt Erlangen und dem Landschaftsraum der Regnitzaue. Die Nutzungsmischung aus Wohnen, Gewerbe und Bildung lässt ein lebendiges Viertel entstehen.

Entwicklung eines intelligenten Verkehrskonzeptes …

… durch die Verknüpfung verschiedener Mobilitätsstränge am Erlanger Hauptbahnhof und die Konzentration des öffentlichen Parkens in externen Parkhäusern. Dies fördert zum einen den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel zum eigenen Auto. Zum anderen hält es den Parksuchverkehr aus dem Quartier heraus.

Vernetzung des Landschaftsraumes mit der Innenstadt …

… durch die Schaffung zusätzlicher Fuß- und Radwegeverbindungen über die bisherigen Barrieren von Autobahn und Bahntrasse. So werden die Anbindung des Naherholungsraums Erlanger Wiesengrund an die Stadt verbessert und das neue Quartier selbstverständlich ins Stadtgefüge integriert.

Städtebauliches Konzept

Das städtebauliche Konzept nimmt die vorhandene Erschließung auf, welche die Fläche in zwei gleichgroße Teile teilt. Eine urbane Blockstruktur mit einer überwiegend vier- bis fünfgeschossigen Bebauung strickt das Erlanger „Schachbrett“ auf moderne Art und Weise fort.

Drei Hochpunkte markieren die nördliche und südlich Eingangssituation ins Quartier bzw. zur Stadt sowie die Quartiersmitte und den Bahnhof am Regnitzplatz. Sie machen die neue Stadterweiterung auch in der Stadtsilhouette Erlangens ablesbar.

Der große zentrale Regnitzplatz schafft eine neue gleichberechtigte Adresse für den Erlanger Hauptbahnhof. Gleichzeitig befreit er den westlichen Bahnhofszugang aus seinem Dasein als Rückseite. Es entsteht ein großstädtischer, von moderner Bebauung geprägter Platz als Gegenstück zum beschaulich-kleinteiligen Bahnhofsvorplatz.

Gleichzeitig besitzt der Regnitzplatz die Funktion der Verkehrsverknüpfung verschiedener Mobilitätsstränge. Durch das neue Plateau, auf dem sich der Busbahnhof befindet, entsteht eine östliche Platzkante und ein großzügiger Eingangsbereich zum Hauptbahnhof.

Nutzungskonzept

Das neue Quartier zeichnet sich durch eine urbane Mischung verschiedener Nutzungen aus. Alle zentralen Funktionen bündeln sich dabei um den Regnitzplatz: Die Verkehrsnutzungen (Hauptbahnhof, Parkhaus mit Mobilitäts-Hub, Busbahnhof und Haltestelle der Stadt-Umland-Bahn), das Zentrum der Berufsfachschulen für das Gesundheitswesen und die Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe am Universitätsklinikum Erlangen (ZBG), dessen offener Außenraum gleichzeitig als öffentlich nutzbare Wegeverbindung zwischen dem tieferliegenden Platzniveau und dem höhergelegenen Niveau des Busbahnhofs vermittelt, ein Hotel sowie eine Wohnnutzung, welche für eine durchgehende Belebung des Platzes zu allen Tageszeiten sorgt. An allen Platzseiten ist eine mischgenutzte Erdgeschosszone mit Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen vorgesehen, die alle Platzseiten bespielt und sich entlang der Neuen Münchener Straße als urbanem Straßenraum fortsetzt.

In Symbiose mit dem ZBG ist auf dem südwestlichen Grundstück ein Gründerzentrum für Startups aus dem Bereich Medizininformatik vorgesehen. Dieses stellt durch seinen 11-geschossigen Hochpunkt zugleich einen Leuchtturm für das neue Quartier dar.

Als Gegenstück dazu ist am nördlichen Ende des Plangebiets eine weitere Bildungseinrichtung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vorgesehen, z.B. ein eigenes Institut für Epidemiologie als Spin-Off des bisherigen IMBE.

Dazwischen spannen sich in den Riegeln entlang der Autobahn (Frankenschnellweg) verschiedene Büronutzungen auf. Diese schützen zugleich die östlich gelegene sensiblere Wohnnutzung vor Lärmeintrag.

In den Baufeldern im zentralen nördlichen Bereich ist eine urbane Wohnbebauung vorgesehen. In der Erdgeschosszone beinhaltet diese zum Teil Läden, Gastronomie oder Dienstleistungen und belebt so die angrenzenden Straßenräume. Auch die Integration von Kinderbetreuungseinrichtungen ist hier vorstellbar, um so die erforderlichen Wege des alltäglichen Lebens kurz zu halten.

Verkehrskonzept

Das Verkehrskonzept sieht eine Verknüpfung und Konzentration aller Mobilitätsstränge rund um den Bahnhof vor. Hierzu gehören der Hauptbahnhof mit den Nah- und Fernverkehrszügen, die neue Stadt-Umland-Bahn (StUB) mit ihrer Haltestelle am Bahnhof, der Busbahnhof (ZOB) oberhalb der StUB-Haltestelle, eine Vorfahrt am ZOB mit Halteplätzen für Taxen und Kiss+Ride, das Parkhaus Bahnhof und das Parkhaus Innenstadt mit direkter Anbindung an Bahnhof, StUB, ZOB und Stadtzentrum – ausgestattet mit E-Ladesäulen und App-gesteuerten Plätzen für Car-/Bike-/Scooter-Sharing (Mobilitäts-Hub), eine Radstation an der ebenerdigen Rückseite des Parkhaus Bahnhof, in der neben Fahrradstellplätzen auch ein Reparatur-Service, Routen-Info und ein Fahrradverleih angeboten werden.

Um diese Bündelung – insbesondere von Busbahnhof und StUB-Haltestelle – zu erreichen und gleichzeitig einen attraktiven Bahnhofsvorplatz zu schaffen, war die Aufgabe der Münchener Straße erforderlich. Diese wird ersetzt durch die Neue Münchener Straße (ehemalige Parkplatzstraße) als zentraler Quartierserschließung und Nord-Süd-Verbindung parallel zur Autobahn.

Um die Neue Münchener Straße vom Parkverkehr zu befreien und diesen aus dem Quartier weitgehend herauszuhalten, werden die beiden oben genannten Parkhäuser vorgesehen, welche extern erschlossen sind. Über ein Park-Leitsystem werden Autofahrer von der Ausfahrt Erlangen-Nord zum Parkhaus Bahnhof geführt. Autofahrer von der Ausfahrt Erlangen Mitte werden zum Parkhaus Innenstadt (mit angrenzender Tiefgarage unter dem Busbahnhof) geleitet. Die neue StUB ist im Bereich des Busbahnhofs zunächst überbaut. Oberlichter schaffen in diesem Bereich eine natürliche Belichtung/Belüftung und visuelle Wahrnehmung. Auf dem Regnitzplatz, welcher auch die erforderliche Wendeschleife integriert, kommt die Bahn ans Tageslicht und verschwindet dann kurze Zeit später in der geplanten Unterführung unter der Autobahn. In der Regnitzaue wird die Bahn dann als Hochbahn geführt. Durch eine möglichst direkte Wegeführung über Wöhrmühle und den weiteren Wiesengrund soll der landschaftliche Eingriff so gering, wie möglich, ausfallen.

Freiraumkonzept

Das Stadtgefüge Erlangens ist geprägt von der harten Kante zwischen Stadt und Landschaft, die auch zukünftig erhalten bleibt. Dennoch soll die Vernetzung mit dem angrenzenden Freiraum als bedeutsamem Naherholungsgebiet für die Bewohner des neuen Quartiers und der Erlanger Innenstadt deutlich verbessert werden. Dies geschieht durch folgende Maßnahmen: Schaffung einer neuen Fuß- und Fahrradbrücke über die Autobahn als Landmarke (zusammen mit der im weiteren Verlauf vorgesehenen Bahnunterführung zur Helmstraße entsteht so eine neue attraktive Fuß- und Fahrradachse zwischen dem Schlossgarten, dem Schlossplatz und der Regnitzinsel Wöhrmühle), Schaffung einer lichtdurchfluteten Fuß-/Fahrradunterführung im StUB-Tunnel (westlich der Autobahn bleibt der Fuß- und Radweg auf Auenniveau und bindet über eine neue Brücke an die Wöhrmühle an) sowie Aufwertung der vorhandenen Unterführungen unter Auto- und Eisenbahn auf Höhe der Gerbereistraße. Perspektivisch ist im nördlichen Gerbereiviertel eine weitere Ost-West-Verbindung denkbar, welche die Thaler Mühle mit den vorgesehenen Handwerkerhöfen und der Erlanger Altstadt verbinden.

Auch in Nord-Süd-Verbindung bilden sich neue Fuß-/Radwegeverbindungen aus: Die Neue Münchener Straße mit baumbestandenen Fußwegen und Fahrradstreifen als städtische Achse (in ihrer südlichen Fortsetzung entsteht über einen neuen Zugang ein Fußwegeanbindung an den Neustädter Friedhof), parallel dazu die begrünte Wegeverbindung entlang des Frankenschnellwegs sowie ein durchgängiger Fuß-/Radweg entlang der Westseite der Eisenbahntrasse, der direkt an den Bahnsteig Richtung Nürnberg sowie den Busbahnhof anbindet.

Der zentrale urbane Freiraum der Regnitzstadt ist der Regnitzplatz mit seiner großzügigen Grünfläche. Dieser inszeniert die Wendeschleife der Stadt-Umland-Bahn als gestalterisches Element. Die Rasenfläche bietet ein vielfältiges Angebot, um die Wartezeit auf den nächsten Zug zu verkürzen.

Etwas weiter nördlich liegt der intimere Quartiersanger, welcher als Freiraum für die Bewohner des neuen Stadtviertels dient. Mit dem dortigen Biergarten lädt er auch zu einem letzten Radler ein, bevor man sein Fahrrad an der Radstation zurückgibt. Das südliche Parkhaus mit Gründach bietet neben Liegeflächen mit attraktiver Aussicht auf Stadt und Regnitzaue auch Sportangebote.

Soest – Landeswettbewerb 2019 – Wohnen und Arbeiten am Bahnhof

Teilnahme am Landeswettbewerb 2019 ‚Wohnen und Arbeiten am Bahnhof Soest‘ in Arbeitsgemeinschaft mit maxmartinarchitekten und [f] landschaftsarchitektur

Hauptausrichter/Auslober: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG) mit Wirtschaft und Marketing Soest GmbH und Stadt Soest – AG Stadtplanung – in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

Bearbeitungszeitraum: 11/2019 – 12/2019

Erläuterung

Leitidee

Am Bahnhof Soest entsteht mit der Soester Nordstadt ein lebenswertes Stadtquartier in unmittelbarer Innenstadtnähe und mit optimaler Verkehrsanbindung. Neben der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für unterschiedliche Nutzergruppen verfolgt das städtebauliche Konzept folgende Ziele:

Schaffung einer urbanen Stadterweiterung

… durch die Revitalisierung der zentral gelegenen Brachfläche und die Entwicklung einer städtischen Bebauung mit angemessener Dichte. Die Nutzungsmischung verschiedener Wohnformen sowie gewerblicher Nutzungen, wie Büros und Dienstleistungen, lässt ein lebendiges Viertel entstehen.

Errichtung eines freiraumplanerischen Highlights

… durch den Bau des Landschaftsbauwerks im Zusammenhang mit der angrenzenden Quartiersgarage sowie dem anschließenden Anger als zentralem Quartiersfreiraum und Verbindung zum Bahnhof. Hier entsteht ein attraktiver Naherholungs- und Freizeitraum – nicht nur für die Bewohner des neuen Quartiers.

Entwicklung eines intelligenten Verkehrskonzepts

… durch eine zentrale Erschließung zur Andienung von zwei Quartiersgaragen. Zusammen mit einem System aus Einbahnstraßen sorgen diese in den übrigen Wohnbereichen für ein geringes Verkehrsaufkommen.

Städtebauliches Konzept

Das städtebauliche Konzept ist geprägt vom neuen Nordstadt-Anger als zentraler Freiraum- und Erschließungsachse. Diese schließt im Norden an den Teinenkamp und im Süden über eine fußläufige Verbindung an den Soester Bahnhof an. Auch die Bebauung bildet klare Raumkanten zu diesem sowie der südlichen Werkstraße aus. Im Norden und Süden öffnet sich der Anger zu zwei Plätzen die mit dem Landschaftsbauwerk sowie einer urbanen Mischung aus Gastronomie und besonderen Gewerbenutzungen zwei unterschiedliche Charaktere erhalten.

Der Anger sowie die parallel dazu verlaufende nördliche Einbahnstraßenerschließung gliedern das Quartier in drei Teilbereiche mit unterschiedlicher baulicher Dichte. Während der gewerblich genutzte Bereich im Süden (Bereiche A3 und B1) am dichtesten ausfällt, nimmt die Dichte zur nordöstlichen Zeilen- und Einfamilienhausbebauung ab.

Auch die Geschosshöhen sind an den nordöstlichen und östlichen Grundstücken mit zwei Vollgeschossen + Staffelgeschoss um ein Geschoss niedriger als im übrigen Bereich und schaffen so einen Übergang, insbesondere zu den östlichen Einfamilienhäusern.

Die dichtere und höhere Bebauung im südwestlichen Bereich sorgt für einen angenehme Schallreduktion des nordöstlichen Wohnquartiers.

Nutzungskonzept

Ein vielfältiges Angebot aus unterschiedlichen Wohnnutzungen entsteht. Neben frei finanzierten Miet- und Eigentumswohnungen werden etwas mehr als 20 % der Wohneinheiten im geförderten Wohnungsbau errichtet. Daneben entstehen an den nordöstlichen und östlichen Bereichen des Plangebiets auch urbane Einfamilienhäuser in Form von Doppelhäusern und Townhouses. Um Raum für besondere Organisationsformen des Wohnens zu schaffen, sind Bereiche für Baugruppen sowie Genossenschaften vorgesehen.

Darüber hinaus sind im zentralen Bereich besondere Wohnformen, wie Studentenwohnen, Mehrgenerationenwohnen und Betreutes Wohnen geplant, welche neben der Durchmischung verschiedener Einkommensgruppen auch die Durchmischung verschiedener Altersgruppen gewährleistet.

Nachbarschaftstreffen können im Bereich der neu geplanten Freiräume, welche sich einmal quer durch das Planungsgebiet ziehen, in den großzügig angelegten Grünoasen stattfinden. Gastronomie mit Außenbereichen ergänzt das dortige Angebot. So entstehen Orte für Spiel- und Aufenthalt, Verweilen und Interaktion sowie Quartiersfeste und gelebte Gemeinschaft.

Die Gewerblichen Nutzungen bieten einen Puffer und Lärmschutz zu der südlich gelegenen Bahntrasse. Sie beinhalten vor allem Räumlichkeiten für Büros und Dienstleistungen – ob in kleinen Einheiten oder für Großmieter. Ein gastronomisches Angebot sowie kleinere Läden im Erdgeschossbereich der beiden Plätze sorgen für eine Belebung sowie die Versorgung der Angestellten und Bewohner. Als östliche Kante des zum Bahnhof gelegenen Stadtplatzes entsteht ein Gründerzentrum mit Café, das zusammen mit der benachbarten Coworking-Nutzung und durch die gute Verkehrsanbindung einen Hotspot für junge Start-ups und Kreative bieten kann.

Freiraumkonzept

Das Landschaftsbauwerk verschmilzt mit der angrenzenden Quartiersgarage zu einem gemeinsamen Landschaftsbauwerk und somit zu einem neuem „High“light für Soest – im wahrsten Sinne des Wortes. Über eine sanfte Steigung gelangt man vom Niveau des Platzes auf die landschaftliche gestaltete Halde und von hier auf das Dach der Quartiersgarage, welche durch den dortigen Basketball-/Soccer-Cage und die angrenzende Terrasse mit Aussicht auf die berühmte Soester Altstadt belohnt.
Das Landschaftsbauwerk ist eine ausdrucksstarke grüne Form und eine Oase aus Wiesen und Strauchflächen, die vielfältige Nutzungen und Spiel eröffnen.
Das Spiel der Topographie integriert die Fläche sanft in die Umgebung und öffnet sich hin zum Entree in Richtung Bahnhof.

Der zentrale Nordstadt-Anger schließt an das Landschaftsbauwerk an. Als quartiersinterner Grün- und Freiraum bietet er Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten und dient zudem als Vermittler zwischen dem nordöstlichen Wohngebiet und den südwestlichen Büronutzungen.

Vom landschaftlich gestalteten Landschaftsbauwerk über den grünen Anger entwickelt sich der Freiraum in einen von Bäumen überstellten Stadtplatz der neben Flächen für Außengastronomie ebenso freies Spiel für Kinder an einem kleinen Fontänenfeld anbietet und durch seine Kompaktheit einen Ort für Geselligkeit und Austausch schafft.

Innerhalb der Wohnhöfe entstehen über Wege vernetzte Gemeinschaftsflächen. Hier findet Erholung in privater Atmosphäre statt. Im Zentrum der Innenhöfe befinden sich altersgerechte Kleinkindspielflächen umringt von großzügig angeordneten Sitzmauern.

Quartier Schlossallee Bonn-Mehlem

2. Preis beim städtebaulichen Wettbewerb ‚Wohn- und Geschäftsbebauung Schlossallee‘ in Bonn-Mehlem in Arbeitsgemeinschaft mit Kepler 32

Auslober: 3L Projekt GmbH & Co. KG, Grafschaft

Bearbeitungszeitraum: 11/2019 – 01/2020

Leitidee

Mit dem Quartier Schlossallee werden folgende Leitideen verfolgt:

Entwicklung eines architektonischen Highlights, das seiner Adresse an der Schlossallee und der zentralen Lage zwischen Ortszentrum Mehlem und Rhein gerecht wird.

Schaffung von attraktivem Wohnraum in vielfältigen Grundrisstypen für unterschiedliche Zielgruppen.

Schaffung einer hochwertigen Einzelhandelsfläche als Bereicherung für das Mehlemer Ortszentrum.

Räumliche Fassung und Inwertsetzung des öffentlichen Parks an der Mainzer Straße.

Ausbildung der bisher fehlenden öffentlich nutzbaren Wegeverbindung zwischen Utestraße und Kriemhildstraße.

Städtebauliches Konzept

Das städtebauliche Konzept sieht zwei kompakte Höfe vor – den zum Ortszentrum gewandten Wohnhof Mehlem im Südwesten und den zum Flussufer gewandten Wohnhof Rhein im Nordosten. Sie geben zum einen den wichtigen öffentlichen Räumen zur Mainzer Straße und zur Schlossallee eine räumliche Fassung. Zum anderen schaffen sie eine öffentliche nutzbare Wegeverbindung zwischen der bisher durch das Grundstück abgeschnittenen Utestraße und der südlichen Kriemhildstraße.

Der Wohnhof Mehlem beinhaltet ein vollflächiges Sockelgeschoss mit Supermarkt, auf dem drei Wohngebäude aufsetzen. Der Wohnhof Rhein besteht aus vier Wohngebäuden ohne Sockelgeschoss. Beide Blöcke stehen auf einer gemeinsamen Tiefgarage, deren Zufahrt sich an zentraler Stelle an der Schlossallee befindet.

Eine fünfgeschossige Bebauung (inklusive Dachgeschoss) bildet im Südwesten die öffentliche Adresse zum Stadtteilzentrum und zur aufgewerteten öffentlichen Grünfläche. Hier befindet sich auch der Eingang des neuen Supermarkts. Im Verlauf der Schlossallee nimmt die Zahl der Geschosse bis auf drei ab und schafft so einen harmonischen Übergang zum anschließenden Villenviertel. Insgesamt entsteht so eine deutlich ablesbare Blockstruktur, die dennoch kleinteilig und verspielt die Bezüge zur umgebenden Bebauung aufnimmt und diese respektiert.

Gestaltung der Baukörper

Die Gebäude erhalten eine hochwertige Gestaltung, die durch das modern interpretierte Mansarddach gestützt wird. Dieses leitet sich unter anderem aus der charakteristischen Nachbarbebauung an der Mainzer Straße mit der historisch bedeutsamen Villa Friede ab.

Freiflächen

Als Mehlemer Gärten umspielen großzügige private Freiräume die beiden Wohnhöfe und verweben diese miteinander sowie mit den angrenzenden öffentlichen Räumen. Im rückwärtigen Bereich der Grundstücke wird ein Großteil des schützenswerten Baumbestandes erhalten. Dieser bietet zum einen attraktive Ausblicke der neuen Wohnungen mit ihre dortigen Balkonen, zum anderen stellt er einen Puffer zu den angrenzenden Wohngebäuden dar.

Quartiersentwicklung Bachtobel in Kressbronn am Bodensee

Teilnahme am städtebaulichen Wettbewerb ‚Quartiersentwicklung Bachtobel‘ in Kressbronn am Bodensee in Arbeitsgemeinschaft mit Kepler 32

Auslober: Gemeinde Kressbronn am Bodensee, 2019

Erläuterung

Leitidee

Seit dem Mittelalter prägte den Bodenseeraum eine alte Form der gemeinschaftlichen Landnutzung, die Allmende, abgeleitet von mittelhochdeutsch „allmeinde“. Ein Teil der Feldfluren und Weideflächen befand sich im Besitz der Dorfgemeinschaft, jedes Mitglied der Gemeinschaft hatte das Recht zur Nutzung. Diese Tradition wurde im 18. und 19. Jahrhundert zugunsten einer intensiveren Landwirtschaft immer weiter zurückgedrängt.

Heute kennen wir die mit der intensiven Landwirtschaft verbundenen negativen Folgen einer Übernutzung unserer Landschaft: Monokulturen begünstigen Bodenerosion und den Rückgang wichtiger kulturraumprägender Tier- und Pflanzenarten. Anders als bei alten Streuobstwiesen ist auf modernen Plantagen Pflege und Ernte von Obstbäumen für die Bevölkerung nicht anschaulich erlebbar. Da die Versorgung der Region mit Obst ausreichend ist, kann wieder über eine Abkehr von intensiver Plantagenwirtschaft nachgedacht werden.

Auch das Gebiet des Bachtobels wird derzeit als Apfelplantage bewirtschaftet. Zahlreiche Obstbaumreihen bleiben erhalten. Das landschaftsprägende Element der Obstbaumspaliere ist prägend für die Freiraumgestaltung des neuen Quartiers. An die Stelle einer kommerziellen tritt nun aber wieder eine gemeinschaftliche Nutzung der Obstbaumpflanzungen, anknüpfend an die Tradition der Allmende.

Städtebauliches Konzept

Das neu geschaffene Quartier besteht aus zwei unterschiedlichen Bestandteilen, die sich sowohl in ihren Nutzungen als auch in ihrer städtebaulichen Typologie unterscheiden: Das Wohngebiet ist nach einem orthogonalen Raster entwickelt, welches ein kompaktes Quartier rund um einen zentralen Quartiersplatz entwickelt und eine effiziente Ausnutzung der kostbaren Freiflächen gewährleistet. Die Gemeinbedarfsnutzungen dagegen gruppieren sich in drei frei ausgerichteten Höfen, die in den Grünraum eingebettet sind und so die ortstypische Bauweise (große Häuser mit mächtigen Satteldächern um locker gruppierte Hofanlangen) entlang der Hauptstraße (Friedrichshafener Straße) fortsetzen.

Das Wohngebiet erhält einen dichteren Kern aus Mehrfamilienhäusern im genossenschaftlichen Wohnungsbau, welcher sowohl dem Quartiersplatz als auch der Tettnanger Straße eine angemessene räumliche Fassung gibt. Am Quartiersplatz ist ein Nachbarschaftstreff vorgesehen, der zur Belebung der Quartiersmitte beiträgt. Im südöstlichen Bereich entsteht ein weiteres Mehrfamilienhaus als Bauherrenmodell.

An den zum Freiraum orientierten nördlichen und südlichen Erschließungsstraßen befinden sich, wie an einer Perlenkette aufgereiht, Einfamilienhäuser in unterschiedlichen Bautypen: Als Reihenhäuser, als Doppelhäuser und – am Übergang zum Freiraum – auch als freistehende Einfamilienhäuser. So entsteht – zusammen mit dem sozialen Wohnungsbau in der südlichen Gemeinbedarfsfläche – ein vielfältiges Wohnquartier für verschiedene Bewohnergruppen.

Entlang der Friedrichshafener Straße liegen neue Gemeinbedarfsnutzungen. Sie sind von gesamtörtlicher Bedeutung, kommen aber auch den Bewohnern des neuen Quartiers zugute. Die Gemeinbedarfsnutzungen sind in drei Höfen angeordnet:

Hof der Gemeinschaft

Um den Hof der Gemeinschaft im südöstlichen Bereich der Gemeinbedarfsfläche versammeln sich die Kindertagesstätte mit Familienzentrum und das Gemeindearchiv, darüber das kommunale Wohnen. Der Baustein aus Kita und kommunalem Wohnen bildet den Auftakt zum neuen Quartier. Der Außenbereich der Kita ist zur Streuobstwiese des benachbarten Bauernhofs orientiert. Die Kita verfügt über eine Erweiterungsfläche an der Ostseite. Das Archivgebäude besitzt eine Erweiterungsmöglichkeit in westlicher Richtung.

Hof der Gesundheit

Im zentralen Bereich der Gemeinbedarfsfläche entsteht der Hof der Gesundheit, bestehend aus einem Ärztehaus und einem weiteren Geschosswohnungsbau, in dem z.B. Altenwohnen untergebracht werden könnte. Im Erdgeschoss ergänzen weitere Funktionen, wie eine Apotheke und ein Bäcker, den mischgenutzten Hof und füllen diesen mit Leben.

Hof der Bereitschaft

Als nördlicher Abschluss bildet die neue Feuerwache den Hof der Bereitschaft. Er besteht aus dem L-förmigen Hauptgebäude sowie dem rückwärtigen Übungshof, Übungsturm und Parkplatz. Der Übungsturm bildet hierbei eine Landmarke, die sowohl den Ortseingang als auch die Blickachse aus dem neuen Wohnquartier akzentuiert. Die Positionierung der Feuerwache am nordwestlichen Ende des Quartiers verhindert eine übermäßige Lärmbelastung der Wohnbebauung durch die Feuerwehrsirenen.

Umgestaltung der Wallstraße in Ahaus

ein 3. Preis beim städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb ‚Umgestaltung der Wallstraße‘ in Ahaus im Team mit club L94 Landschaftsarchitekten

Auslober: Stadt Ahaus, 2019

Leitidee

Die Stadt Ahaus liegt im Münsterland und naturräumlich zwischen Wacholderheide und Hochmooren. Neben der Naturlandschaft des Münsterlandes ist das Ahäuser Schloss ein touristischer Anziehungspunkt der Stadt. In den letzten Jahren hat die Umgestaltung der Fußgängerzone, der Bau des Einkaufszentrums und der Bau des Kulturquadrates zu einer erheblichen Attraktivierung der Innenstadt geführt.

Die historischen Karten zeigen für den Bereich der Wallstraße eine ursprünglich kleinteilige Bebauung. Begleitende Kanäle dienten vermutlich zur Entwässerung der Stadt. Diese kleinteilige Bebauungsstruktur aus aneinandergereihten, leicht zueinander verschobenen Gebäuden bildet die formale Grundlage des neuen Freiraumkonzeptes. Diese Struktur wird in die Ahäuser Wallgärten übersetzt. Das Freiraumkonzept ergänzt die vorhandenen Freiraumtypologien und Nutzungsangebote des Schlossparkes, der Fußgängerzone, des Festplatzes und des Kulturquadrates in Form der neuen Ahäuser Wallgärten. Zusammen bilden diese Freiraumtypologien künftig ein „Grünes Kreuz“ in der Innenstadt von Ahaus. Dieses verbindet alle Freiräume miteinander und wird dadurch vielfältigen Nutzungsansprüchen gerecht.

Entwurfskonzept

Die Ahäuser Wallgärten bestehen entsprechend der historischen Parzellierung aus orthogonalen Flächen in einer wassergebundenen Decke mit einer unterschiedlichen Programmierung. Pflanz- und Spielflächen im Wechsel und eine große Anzahl bequemer Holzbänke bieten eine hohe Aufenthaltsqualität. Die räumlich zueinander versetzten Flächen bilden spannende Raumsituationen mit wechselnden Blickbeziehungen. Die Vegetation orientiert sich an der naturräumlichen Lage der Stadt. Heidepflanzen und Gräser dominieren das Pflanzenbild und sorgen für eine hohe Akzeptanz und Wertschätzung in der Bevölkerung. Die Spielflächen folgen einem Farbkonzept aus Grüntönen und bieten unterschiedliche Angebote wie bodenbündige Trampoline, Kletterstangen, Tischtennisplatten, etc. Die vorhandenen Platanen werden weitestgehend erhalten durch Neupflanzungen aus unterschiedlichen Laubbaumarten im Sinne der Biodiversität ergänzt.

Die querende Schlossachse erhält einen besonderen städtebaulichen Akzent in Form eines neuen Cafépavillons mit Außengastronomie. Dieser liegt an einem kleinen, zentralen Platz mit Wasserspiel. Der Platz bildet das Zentrum des Grünen Kreuzes zwischen Schloss und Festplatz, bzw. Kulturquadrat und Wallgärten. Ein Betonsteinteppich quert die Wallstraße barrierefrei und beruhigt gleichzeitig den Verkehr.

Nach dem historischen Vorbild dient ein Stadtkanal als räumliche Grenze zwischen dem Straßenraum der Wallstraße und den neuen Wallgärten. Der Kanal steigert entsprechend eines langen Brunnens die Aufenthaltsqualität in den Wallgärten durch Kühlung des Raumes. Er lädt Jung und Alt zum Barfußgang ein.

Das Freiraumkonzept für die Wallstraße verzichtet – bis auf den zentralen Cafépavillon – auf primäre städtebauliche Setzungen. Bei entsprechendem Bedarf kann sowohl am Nordende der Wallgärten als auch am Südende zum Rathausplatz eine hochwertige Architektur mit öffentlichkeitswirksamen Nutzungen, insbesondere im Erdgeschoss, die Attraktivität der Wallgärten stärken.

Hochgarage Mayen

Unterstützung des Büros rheintreuearchitekten beim Wettbewerb ‚Hochgarage Mayen‘ im städtebaulichen Ideenteil

Auslober: Stadt Mayen, 2019

Erläuterung

Prägende Elemente der Mayener Altstadt sind zum einen die Materialien Basalt und Tuffstein sowie das allgegenwärtige Satteldach. Diese regional typischen Gestaltungselemente kommen auch bei der geplanten Hochgarage zum Einsatz. So wird zum Entenpfuhl ein Satteldach angedeutet, das sich in seiner Ausrichtung an den Satteldächern der angrenzenden Gebäude orientiert. Für die vordere Fassade werden Basalt und Tuffstein verwendet, welche die große Fläche zudem strukturieren.

Neben der oben beschriebenen massiven Wand im Westen wird zu den angrenzenden Grundstücken im Süden eine weitere massive Brandwand ausgebildet. Hinter den Wänden wird mit einem gewissen Abstand ein einfacher Stahl-Systembau eingefügt. Durch den Abstand zwischen den massiven Wänden und dem Systembau wird eine gute Durchlüftung des Parkhauses gewährleistet.

Die Hochgarage wird zur offenen Nord- und Ostseite durchgängig begrünt, wodurch die massive Wirkung des Baukörpers reduziert wird und die Aussicht der benachbarten Wohnungen und Gärten an Attraktivität gewinnt. Zudem sorgt die Grünfassade für ein angenehmes Mikroklima im und um das Parkhaus, da sie zur Kaltluftentstehung beiträgt. Sie bindet zudem einen Teil der durch das Verkehrsaufkommen des Parkhauses entstehenden CO2-Emissionen.

Der Schallschutz des Parkhauses wird durch die massive Wand selbst sowie durch die Anordnung schallschluckender Platten auf der Rückseite der Wand erreicht. Nach Norden und Osten wird der Schallschutz durch die flächendeckende Fassadenbegrünung unterstützt.

Wever-Areal Bad Hersfeld

Teilnahme am städtebaulichen Ideenwettbewerb ‚Wever-Areal‘ in Bad Hersfeld in Arbeitsgemeinschaft mit BJP | Bläser Jansen Partner

Auslober: Stadt Bad Hersfeld, 2019

Erläuterung

Das neue Wever-Viertel Bad Hersfeld:

Urbanes Quartier mit hoher Wohn- und Lebensqualität

Identität durch die Umnutzung charakteristischer Bestandsgebäude

Lebhafte Nachbarschaft durch vielfältige Nutzungen und Bewohnergruppen

Neuer Stadtraum und Freiraumverbindung zwischen Schilde-Park und Bahnhof

Sozialer Mittelpunkt durch neues Kirchengemeindezentrum

Die vorhandene äußere Erschließung bildet den städtebaulichen und verkehrlichen Rahmen des neuen Stadtviertels. Der daraus entstehende Block wird durch fußläufige Wohnwege in Nord-Süd- bzw. Ost-West-Ausrichtung (Lullusweg und Sturmiusweg) aufgebrochen. An ihrem Schnittpunkt, in der Mitte des Quartiers entsteht der neue Lullus-Sturmius-Platz mit dem angrenzenden Gemeindezentrum, der den vorhandenen Kirchhof aufgreift und erweitert. Er dient zukünftig als Nachbarschaftsplatz und Treffpunkt für Bewohner und Gemeinde. Die zentrale Ost-West-Verbindung wird zudem über einen Fußweg bis zum östlichen Landratsamt erweitert.

Im Südwesten des Viertels entsteht mit dem Weverplatz zwischen dem erhaltenen Wever-Hauptgebäude und den gegenüberliegenden denkmalgeschützten Industriellenvillen sowie den in ihrer Fortführung geplanten Neubauten ein Freiraum für Fußgänger und Radfahrer, der sowohl in Richtung Schilde-Park und Bahnhof, als auch in Richtung Altstadt und Quartiersinneres überleitet.

Mit der Bebauung der bisher ungenutzten Grundstücke entlang der äußeren Erschließungsstraßen wird eine Vervollständigung der innerstädtischen Struktur vorgenommen, die zusätzlich zu einer Verzahnung des neuen Quartiers mit der gewachsenen Umgebung beiträgt.

Marktplatz Dortmund-Eving

2. Preis beim städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb ‚Marktplatz Dortmund-Eving‘ in Arbeitsgemeinschaft mit stern landschaften und ISAPLAN

Auslober: Stadt Dortmund, 2018

Leitidee

Das städtebaulich-freiraumplanerische Konzept für die Umgestaltung des Marktplatzes in Dortmund-Eving beinhaltet die folgenden Leitziele:

Räumliche Fassung und Verkleinerung des Platzes

Durch die Herstellung der südlichen Platzkante wird die Wirkung und Wahrnehmung des Platzraums gestärkt. Außerdem führt die Verkleinerung der Platzfläche zu einer Intensivierung der Nutzung und damit zu einer Belebung des Platzes.

Neukonfiguration des Platzes

Aus dem asphaltierten Parkplatz wird ein grüner Stadtplatz, bei dem Grün- und Spielfläche vom Rand in die Mitte rücken.

Ansiedlung neuer Nutzungen

Die Errichtung eines attraktiven Baukörpers mit vielfältigen Wohnungsangeboten und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss schafft neue Angebote im Stadtteil und belebt den Marktplatz zusätzlich.

Aufwertung der Freiflächen

Die Inwertsetzung der vorhandenen Grünfläche sowie die Neugestaltung des umgebenden Platzes steigert die Attraktivität des öffentlichen Freiraums.

Baukörper

Ein neuer Baukörper auf dem ehemaligen Parkplatz an der Südseite des Marktplatzes füllt die fehlende Ecksituation zwischen Deutscher Straße und Bayrischer Straße aus. Er bildet so den neuen baulichen Mittelpunkt im Stadtteil und gibt dem angrenzenden Platz- und Straßenraum eine räumliche Fassung.

Durch einen Rücksprung an der Deutschen Straße wird die vorhandene Fassade des südlichen Bestandsgebäudes Teil des neuen Platzes. Zudem bietet sich dadurch für das dortige Restaurant die Möglichkeit einer Außengastronomie.

Der Baukörper setzt sich typologisch aus zwei Bestandteilen zusammen: Einem fünfgeschossigen Kopfbau zur Deutschen Straße und einem dreigeschossigen Riegel zur Bayrischen Straße.

Kopfbau

Im Erdgeschoss des Kopfbaus befinden sich gewerblich oder öffentlich nutzbare Räume. Dabei handelt es sich um freie Grundrisse, sodass die Einheiten nach Bedarf in ihrer Größe und Anzahl angepasst werden können. Eine Erweiterung dieser Nutzung befindet sich im zweigeschossigen Gelenkstück zwischen Kopfbau und Riegel. Weitere Nutzungsbeispiele für den Kopfbau sind Gastronomie, eine Quartiersbibliothek, oder eine Reparaturwerkstatt, in der Quartiersbewohner ihr technisches Knowhow anbieten können.

In den oberen Etagen wird Wohnen in unterschiedlichen Konzepten entwickelt. Alternativ können hier auch Büros oder Arztpraxen eingerichtet werden. Der Kopfbau ist mit einem zentralen Treppenhaus ausgestattet, welches den Mehrspänner erschließt. Der Riegel wird als zwei- bzw. Dreispänner errichtet.

Riegelbau

Im Riegelbau nimmt der gewerbliche Anteil ab. In den Erdgeschossen werden Konzepte zum „Wohnen und Arbeiten“ realisiert, wobei die Arbeitsräume nach Norden zum Platz und die Wohnräume mit einem Gartenausgang nach Süden ausgerichtet sind. Die Büroräume erhalten eine eigenständige Adresse und sind im Gebäude mit der Wohnnutzung verbunden.

Auch in den Obergeschossen weisen die Wohnungen an der Südseite besonnte Freisitze auf. Eine gemeinschaftliche Dachterrasse bietet allen Bewohnern einen hochwertigen Freiraum.

Als westlicher Abschluss des Riegels ergänzen zwei Stadthäuser mit eigenen Gärten das vielfältige Wohnangebot. Dadurch entsteht ein Baukörper mit einer Mischung aus verschiedenen Wohn- und Arbeitstypologien, welcher das heterogene Umfeld widerspiegelt.

Fassaden- und Dachgestaltung

Trotz der verschiedenen Typologien, die im Baukörper enthalten sind, erhält dieser eine einheitliche Fassadengestaltung und tritt damit selbstbewusst als zentrales Element im Evinger Stadtraum auf. Dazu soll auch die Ausstattung mit Flachdächern in der sonst überwiegend von Satteldächern geprägten Umgebung beitragen.

Aufstockung Bestandsgebäude

Das südwestlich des Neubaus befindliche Bestandsgebäude wird mit einer zusammenhängenden Fassadengestaltung von zwei auf drei Geschosse aufgestockt. Dadurch erhält das Gebäude einen vollständigeren Charakter und zusätzlichen Wohnraum. So wird es trotz seiner rückwärtigen Lage nicht als reine Hinterhofbebauung wahrgenommen.

Freiraumkonzept

Durch die vorgeschlagene Kappung des Durchgangsverkehrs (zwischen westlicher Bayrischer Straße und Deutscher Straße) entstehen neue Möglichkeiten für die Ausbildung eines aufgewerteten, grünen Platzes.

Grünfläche

Die vorhandene Grünfläche mit ihrem alten Baumbestand und der dortigen Spielfläche wurde als wertvoller Freiraum identifiziert, der zudem einen identitätsstiftenden Bestandteil der historischen Siedlung „Zur Sonnenseite“ darstellt.

Dieser Raum wird durch eine behutsame Umgestaltung neu in Wert gesetzt. Dazu bleibt der Baumbestand überwiegend erhalten. Die Entfernung der Strauchschicht erzeugt eine bessere Durchlässigkeit und Einsehbarkeit und eine visuelle Verbindung mit der Siedlung. Dabei sollen die wertvollen Bestandsbäume als Solitäre auf einer offenen Rasenfläche zur Geltung kommen.

Die Rasenfläche wird durch eine ca. 1 m breite Einfassung gerahmt, die auch als kleine Sitzstufe (15 cm) dient. Sie reagiert situativ auf Ihre Umgebung – im Süden schützt eine Holzkonstruktion den Wurzelbereich der Bäume. Zur Sitzbank um den Brunnen, ist die Rasenfläche abgeböscht, um hier einen stufenlosen Zugang zur zentralen Grünfläche zu gewähren.

Platzfläche

An der belebten Kreuzungssituation Waldecker Straße / Deutsche Straße / Bayrische Straße entsteht ein wohlproportionierter befestigter Platzteil. Hier kann man auf der breiten Bank am Fontänenfeld das tägliche Geschehen beobachten oder das Eis aus der neuen Eisdiele in der Sonne genießen. So entsteht Raum für Außengastronomie oder Quartiersveranstaltungen.

Durch die Ausweitung der Pflasterung auf den Vorbereich der Bestandsgebäude mit ihren Ladeneinheiten südlich des Neubaus sowie durch die Pflanzung von Bäumen kann hier ein blockinterner Platz entstehen, der die bisher unansehnliche, weil durchgängig asphaltierte, Situation aufwertet. Zusätzlich steigert eine „Möblierungsfamilie“ aus Leuchten, Fahrradstellplätzen und notwendigen Pollern die Attraktivität des Platzes als Aufenthalts- und Verweilort. Das modernisierte WC-Häuschen bleibt an der bisherigen Stelle erhalten. Die Glas- und Altpapiercontainer werden an den Wendehammer an der westlichen Bayrischen Straße verlegt.

Kleiner Stadtmarsch, Magdeburg

Teilnahme am städtebaulichen Ideenwettbewerb ‚Kleiner Stadtmarsch‘ in Magdeburg in Arbeitsgemeinschaft mit stern landschaften

Auslober: Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH / Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg, 2018

Erläuterung

Am Kleinen Stadtmarsch in Magdeburg entsteht ein lebenswertes Stadtquartier in unmittelbarer Innenstadtnähe und attraktiver Lage am Wasser. Neben der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für unterschiedliche Nutzergruppen werden mit dem städtebaulichen Konzept folgende Ziele verfolgt:

Belebung des Elbufers

Vernetzung der Naherholungsräume am Wasser

Entwicklung eines urban-durchgrünten Stadtviertels

Das städtebauliche Konzept ist geprägt durch drei parallele Freiraumachsen in Ost-West-Ausrichtung, welche das neue Viertel in drei etwa gleichgroße Teilquartiere aufteilen. Ursprung dieser Idee ist die denkmalgeschützte nördliche Freiraumachse parallel zur Stadtparkstraße sowie die damit verfolgte Vernetzung der Freiräume von Stromelbe, Tauber Elbe und Alter Elbe.

Die nördlichen beiden Teilquartiere orientieren sich an der für die innerstädtische Lage typischen Grundstruktur des städtischen Blocks mit öffentlichen Vorder- und privaten bzw. gemeinschaftlichen Rückseiten. Die Adressen der Gewerbenutzungen sowie der geplanten Kindertagesstätte liegen am öffentlichen Straßenraum. Zur barrierefreien Erschließung der Wohngebäude leiten Rampen an den Gebäudezwischenräumen ins erhöhte Blockinnere, wo sich die Hauseingänge befinden. Dies trägt auch zur Aktivierung der gemeinschaftlich nutzbaren Spielhöfe – als geschützte Freiräume für die Bewohner – bei.  

Das Konzept sieht Wohnungen für unterschiedliche Nutzergruppen vor. Auch Sonderwohnformen, wie betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenwohnen sind gut integrierbar. Alle Wohnungen sind barrierefrei mit Aufzügen erschlossen. Entlang der Uferpromenade entstehen mit Blick auf Elbe und Dom besonders attraktive Wohnlagen.

Neben der überwiegenden Wohnnutzung sind auch nicht störende Gewerbeeinheiten vorgesehen. Diese umfassen zum einen Büros und Arztpraxen, die vor allem in den Erdgeschossen entlang der nördlichen Stadtparkstraße untergebracht werden. Zum anderen entsteht mit der Unterbringung von Gastronomie, Einzelhandel und Serviceeinrichtungen in den Erdgeschossen entlang der Uferpromenade ein neuer Nutzungsschwerpunkt – nicht nur für die Bewohner.

Den südlichen Auftakt der Promenade bildet eine Kindertagesstätte, die der Versorgung der neuen Bewohner dient und durch ihren nach Süden vorgelagerten Freiraum zur Belebung des Quartiers beiträgt.

Zechenstadt Fritz’n Hen Kamp-Lintfort

Teilnahme am städtebaulichen Realisierungswettbewerb ‚Neues Stadtquartier Friedrich Heinrich‘ in Kamp-Lintfort in Arbeitsgemeinschaft mit BJP | Bläser Jansen Partner

Auslober: Stadt Kamp-Lintfort, 2018

Erläuterung

Die Zechenstadt Fritz’n Hen …

… vereint als lebendiges urbanes Quartier eine hohe Wohn- und Lebensqualität für die Bewohner,

… fördert gezielt die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen,

… bietet ein zeitgemäßes Lern- und Arbeitsumfeld und

… besitzt durch ihre flexible Struktur gepaart mit einer effizienten Flächenausnutzung einen hohen Wirtschaftlichkeitsgrad.

Die multifunktionale Nutzung und der Bezug zur Umgebung lassen ein neues Viertel entstehen, das eine Bereicherung für alle Stadtbewohner darstellt. Die historische Bedeutung wird über den Quartiersnamen verankert, der die umgangssprachliche Bezeichnung des ehemaligen Bergwerks Friedrich Heinrich – „Fritz’n Hen“ – aufgreift. Die ehemalige Zechennutzung bleibt über den weitgehenden Erhalt der Bestandsgebäude und deren städtebauliche Neuinszenierung im lokalen Gedächtnis und trägt zur Identitätsstiftung bei. Zeitgemäß sind die Integration von CoWorking Spaces, die Erweiterung des Hochschulcampus mit hoher Aufenthaltsqualität, die Einbindung unterschiedlichster Lebensmodelle sowie das Angebot neuer Mobilitätsoptionen.

Bei der Gestaltung der Plätze zwischen den Wohnbereichen wurden bewusst Nachbarschaftstreffpunkte geschaffen, die einen offenen Dialog unter den Bewohnern fördern. Der Grundversorgung der Bewohner und Besucher wird Rechnung getragen ohne dass zentrumsfeindliche Konkurrenzangebote entstehen.

Das Quartier besteht aus einer attraktiven und vielfältigen Bebauung, die eine einheitliche Handschrift tragen soll. So ist z.B. die Verwendung verschiedener Klinker- und Ziegelfassaden vorstellbar, welche Bezug zur Architektur der Bestandsgebäude herstellen.

Die geplante Bebauung weist überwiegend drei Geschosse auf, insbesondere an den prägnanten Raum- und Platzkanten. Dies entspricht einer städtischen und für Kamp-Lintfort angemessenen Bebauung. Das dritte Geschoss umfasst dabei in der Regel nicht die Gesamte Grundfläche, sondern sorgt durch Rücksprünge für ein abwechslungsreiches Bild im Straßenraum sowie attraktive Dachterrassen. Es wird eine Gesamt-BGF (Bruttogrundfläche) von rund 107.000 m² geschaffen.

Quartier Konrad-Adenauer-Park Willich

Teilnahme am städtebaulichen Realisierungswettbewerb mit BJP | Bläser Jansen Partner als gesetztem Teilnehmer

Ausloberin: Stadt Willich, 2018

Erläuterung

Auf dem Areal des ehemaligen Katharinenhospitals in Willich entsteht ein lebendiges urbanes Quartier, welches das historische Stadtzentrum erweitert und bis an den Konrad-Adenauer-Park heranrückt. Neben der aufgewerteten Stadtmitte um den neugestalteten Marktplatz sowie dem neuentwickelten Brauereiquartier, entsteht hier ein weiterer Nutzungsschwerpunkt im innerstädtischen Gefüge. Dafür sorgen vor allem die gemischte Nutzung aus Einzelhandel, Dienstleistungen und Wohnen sowie die attraktive Lage am Park.

Das Quartier besteht aus einer attraktiven und vielfältigen Bebauung, die jedoch eine einheitliche Handschrift tragen soll. Im geplanten ‚Urbanen Gebiet‘ (MU) rund um den Stadtplatz an der Bahnstraße sind drei Vollgeschosse sowie eine Gebäudetiefe (der Obergeschosse) von 12 m vorgesehen, wodurch der urbanere Charakter unterstrichen wird.

Im östlichen Teil des Quartiers, der planungsrechtlich als ‚Allgemeines Wohngebiet‘ (WA) festgesetzt werden soll, ist aufgrund der damit verbundenen geringeren Dichte eine zweigeschossige Bebauung mit zusätzlichen Staffelgeschossen vorgesehen. Die Gebäudetiefe beträgt hier nur 10 m.

Insgesamt entsteht eine Brutto-Grundfläche (BGF) von rund 12.600 m².